Die Kinderstadt "Halle an Salle“

Kinderstädte in verschiedenen Formen gibt es auf der ganzen Welt. Die ersten Ideen zu Kinderstädten in Deutschland gab es bereits in den 1930er Jahren und 1979 wurde in München die erste Kinderstadt "Mini-München" eröffnet. Inzwischen fanden deutschlandweit etwa 80 Kinderstädte an unterschiedlichen Orten statt.

Die Kinderstadt "Halle an Salle" öffnet aller zwei Jahre ihre Tore auf der Peißnitzinsel in Halle und 2018 zum neunten Mal. Die Idee für diese Kinderstadt entstand 2002 im Thalia Theater Halle, welches das Projekt seitdem gemeinsam mit dem Kinderstadt Halle e.V. durchführt. Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren können hier mitspielen. Alle wichtigen Termine, auch in der Vorbereitungszeit, sind im Kalender einsehbar.

Eine Kinderstadt oder Kinderspielstadt ist ein pädagogisches Projekt, welches die Kinder spielerisch an die Idee einer Stadt heranführt. Hier spielen und lernen Kinder verschiedenen Alters gemeinsam. Im Spiel sammeln sie viele Erfahrungen, die auch für das Leben außerhalb der Kinderstadt nützlich sind.

Die Kinder wählen ihre Stadtregierung und deren Form. Nicht nur dabei geht es darum, Kindern demokratische Prozesse näher zu bringen und dafür Sorge zu tragen, dass Kinder ihre Rechte wahrnehmen. Eltern sind vom Stadtspiel ausgeschlossen und dürfen lediglich mit einem Visum an einer Kinderstadtführung teilnehmen. Aber auch dabei gilt: Einmischung in das Spielgeschehen verboten!

KINDERSTADT 2018
träumt euch eine Stadt

Das Spielprinzip einer Kinderstadt ist überall ähnlich:

Kinder spielen Stadt. Sie können in verschiedenen Berufen arbeiten und erhalten dafür Geld in einer Währung, die nur für diese Kinderstadt gültig ist. Berufszweige können Handwerk, Handel, Behörden, Medien, Kultur und Freizeit sein. So arbeiten Kinder etwa im Einwohnermeldeamt, im Rathaus, im Restaurant oder in Werkstätten und können sich mit einer eigenen Geschäftsidee selbstständig machen. Nicht alle Berufe sind vorgegeben, denn die Kinderstadt soll Experimentierfeld und Projektionsfläche von Wünschen und Träumen ihrer Bewohner sein, ein Ort der Möglichkeiten.

Die Kinder sind von Anfang an beteiligt. Der Kinderrat bereitet die Kinderstadt inhaltlich vor. Dies bietet den Kindern die Möglichkeit, Projektwünsche zu äußern und einzelne Entscheidungen zu beeinflussen. Über den Kinderrat hinaus gibt es mobile Workshops sowie Ferienworkshops für Schulklassen und Hortgruppen.

Die Kinderstadt mit täglich circa 500 Kindern funktioniert nur durch die Mithilfe vieler Beteiligter, nach denen immer wieder neu gesucht wird: Kooperationspartner, Spender_innen und Helfer_innen. Und um dies alles umzusetzen, arbeitet ein Team für das Gelingen der Kinderstadt zusammen an der Vorbereitung. Jedes Teammitglied verantwortet dabei thematische Schwerpunkte.

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